Fischmesser / Fischbesteck

Fischmesser

Fischbesteck besteht aus einer breiten, flachen Gabel und einem Messer. Das Fischmesser wird auch oft Schieber genannt, da man mit Ihm nicht schneidet, sondern den Fisch von der Haut schiebt. Ein weiterer Vorteil der stumpfen Klinge ist, dass keine Gräten zerschnitten werden. Kleine Grätenstücke können leicht im Hals stecken bleiben, und im schlimmsten Fall zum ersticken führen. Die flache Form der Gabel erleichtert das Abheben des Fleisch von den Gräten.

Das Fischmesser wurde einst erfunden, da der Kohlenstoffanteil in Messern früher so hoch war, dass beim Schneiden von Fisch ein "ungenießbarer Geschmack" entstand. Die Lösung des Problems waren versilberte Messer. Da Silber jedoch ein eher weiches Metall ist, eignet es sich nicht dazu Messer mit scharfer Klinge daraus zu fertigen, da diese zu schnell abstumpfen würden. So wurde das versilberte Fischmesser mit Stumpfer Klinge erfunden.

Beim eindecken des Tisches ist zu beachten, dass das Messer auf der rechten und die Gabel auf der linken Seite des Tellers gelegt wird.

Zu einem leckeren Fischmenü gehört in Deutschland seit 1870 ein Fischbesteck einfach dazu. So schreibt z.B. Thomas Schürmann in seinem Buch "Tisch- und Grußsitten im Zivilisationsprozess":
„So ist die Anweisung, Fisch ohne Messer zu essen, zugleich ein Gebot, Fisch nur mit edlem Metall in Berührung kommen zu lassen; sein Ursprung bekommt schon hierdurch eine sozial distinktive Funktion.“

Wenn Sie das nächste mal Fisch mit Ihrem neuen Fisch-Besteck essen, werden Sie merken, dass es ein kulinarisches Erlebnis ist.